Ein Sicherheitsdienst kostet in Berlin und Brandenburg in der Regel zwischen 23 und 28 Euro netto pro Stunde, je nach Leistung und Qualifikation. Objektschutz liegt am unteren Ende, Werkschutz und Veranstaltungsschutz darüber, Personenschutz deutlich höher. Wer deutlich weniger angeboten bekommt, sollte nachrechnen – mit Tariflohn, Abgaben und Versicherung geht die Rechnung dann nicht mehr auf.
Wie diese Zahl zustande kommt, steht in diesem Ratgeber: vom Tariflohn über die Zuschläge bis zu den Positionen, die in jedem seriösen Angebot auftauchen müssen.
Warum ein Sicherheitsdienst mehr kostet als der Stundenlohn des Mitarbeiters
Die häufigste Irritation bei Angeboten: Der Mitarbeiter verdient rund 15 Euro, der Kundenpreis liegt bei 24 Euro. Wo bleibt die Differenz? Sie ist keine Marge, sondern zum größten Teil gesetzlich vorgeschrieben.
Auf den Tariflohn kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Umlagen für Lohnfortzahlung und Insolvenzgeld, die Berufsgenossenschaft und die bezahlte Abwesenheit: Urlaub, Krankheit, Feiertage. Ein Mitarbeiter, der 2.080 Stunden im Jahr bezahlt bekommt, steht nur rund 1.700 Stunden tatsächlich am Objekt. Dazu kommen die Kosten, die kein Kunde auf der Rechnung sieht: Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung, Dienstkleidung, Funkgeräte, Fahrzeuge, Einsatzleitung, Dienstplanung, Betriebshaftpflicht.
Als Faustregel gilt in der Branche der Faktor 1,5 bis 1,7 vom Tariflohn zum Kundenpreis. Bei einem Berliner Objektschutz-Tarif von 15,15 bis 16 Euro landet man damit rechnerisch bei 23 bis 27 Euro – und liegt genau in der Spanne, die seriöse Anbieter aufrufen.
Der Tariflohn im Bewachungsgewerbe 2026 – die Grundlage jeder Kalkulation
Die Löhne im Bewachungsgewerbe handeln der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und ver.di aus. Die Tarifverträge sind allgemeinverbindlich, gelten also für alle Unternehmen der Branche, und werden vom Zoll kontrolliert.
Für Berlin und Brandenburg, die sich einen Tarifvertrag teilen, gelten 2026 diese Werte: Der Einstieg im Objektschutz liegt bei rund 15,15 bis 15,55 Euro pro Stunde, der Revierdienst rund 0,65 Euro darüber, die geprüfte Fachkraft für Schutz und Sicherheit bei 17,65 Euro. Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro und damit unter jedem Tarifsatz der Branche. Die Laufzeit des Vertrags reicht bis Dezember 2027, eine zweite Erhöhungsstufe ist für Januar 2027 vereinbart.
Wichtig für lang laufende Verträge: Wer heute über das Jahresende hinaus kalkuliert, muss die Stufe 2027 einpreisen. Ein Angebot, das diese Erhöhung nicht berücksichtigt, wird entweder nachverhandelt oder es wird am Personal gespart.
Nacht, Wochenende, Feiertag: die Zuschläge, die das Angebot sprengen
Der tarifliche Zuschlag ist in Berlin klar geregelt: 15 Prozent für Nachtarbeit zwischen 22 und 6 Uhr, 25 Prozent am Sonntag, 50 Prozent an Feiertagen. Diese Zuschläge stehen dem Mitarbeiter zu, und die meisten Anbieter reichen sie an den Kunden weiter.
Genau hier entsteht der Unterschied zwischen dem Preis im Angebot und der Summe auf der Rechnung. Ein Beispiel: Ein Objekt wird an sieben Nächten pro Woche von 20 bis 6 Uhr bewacht, 10 Stunden je Nacht. Acht dieser zehn Stunden fallen in das Nachtfenster, an Sonntagen kommt der Sonntagszuschlag dazu, im Dezember zwei Feiertage. Bei einem Grundpreis von 24 Euro summiert sich das auf einen Effektivpreis von gut 26 Euro – knapp zehn Prozent mehr, als im Angebot stand.
PSB 24 rechnet an dieser Stelle anders. In rund neun von zehn Aufträgen arbeiten wir mit einem festen Einheitsstundenpreis: Der vereinbarte Satz gilt nachts, sonntags und an Feiertagen unverändert, die Zuschläge sind einkalkuliert statt aufgeschlagen. Für den Auftraggeber heißt das, dass die Summe am Monatsende der Summe im Angebot entspricht – auch in einem Monat mit vier Feiertagen.
Ausgewiesen wird anders gerechnet, wenn ein Kunde oder eine öffentliche Stelle die Zuschläge ausdrücklich getrennt ausgewiesen haben möchte. Dann bekommen Sie beide Varianten nebeneinander und können vergleichen.
Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde? Preise nach Leistungsart
Die folgenden Sätze sind die Preise von PSB 24 für Berlin und Brandenburg, jeweils netto pro Stunde und Mitarbeiter, zzgl. 19 % Umsatzsteuer und ohne Zuschläge, weil es bei uns keine gibt.
- Objektschutz und Wachschutz: 22,80 bis 24,50 Euro – Bewachung von Gebäuden, Wohnanlagen, Gewerbeobjekten und Baustellen
- Werkschutz: 23,50 bis 26,00 Euro – Werkstor, Zufahrtskontrolle, Rundgänge auf Industrie- und Logistikgeländen
- Revierdienst und Kontrollfahrten: Abrechnung je Anfahrt statt je Stunde, weil das Fahrzeug mehrere Objekte in einer Tour bedient. Fährt der Revierdienst wegen eines Alarms heraus, wird diese Alarmfahrt separat abgerechnet – in der Regel 40 bis 75 Euro netto, je nachdem, was im Vertrag vereinbart ist
- Schließdienst: monatlicher Festpreis je Objekt, unabhängig vom Wochentag – je nach Bezirk und Objekt 1.000 bis 1.900 Euro netto im Monat
- Veranstaltungsschutz: wird über die Zahl der benötigten Kräfte kalkuliert, nicht über einen einzelnen Stundensatz – Einlass, Ordnungsdienst und Sicherheitspersonal
- Personenschutz: deutlich höher, weil Qualifikation, Vorbereitung und Einsatzplanung anders aussehen; bei zwei Personenschützern gilt der Satz zweimal
Die Spanne innerhalb einer Leistung erklärt sich aus dem Einsatz: Ein unbewachtes Lager mit einem Rundgang pro Nacht kalkuliert sich anders als ein Empfang mit Publikumsverkehr, und ein Dauerauftrag über zwölf Monate anders als drei Nächte im Dezember.
Was kostet ein Sicherheitsdienst im Monat? Drei Rechenbeispiele
Baustelle, Nachtbewachung. Ein Wachmann, 20 bis 6 Uhr, sieben Nächte die Woche: 10 Stunden mal 30 Tage sind rund 300 Leistungsstunden. Dafür liegt die Monatssumme bei etwa 7.000 bis 7.500 Euro netto. Bei einem Anbieter, der Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge aufschlägt, liegt dieselbe Leistung darüber.
Diese Größenordnung gilt unabhängig vom Objekttyp, solange täglich zehn Stunden bewacht werden. Nach oben bewegen sie besondere Qualifikationen, zusätzliche Anforderungen und die Lage: Ein Objekt, das nur mit dem Auto erreichbar ist, kalkuliert sich anders als eines an der S-Bahn. Und je größer der Verwaltungsapparat eines Anbieters, desto mehr muss der Stundensatz mittragen.
Bürogebäude, Empfangsdienst werktags. Ein Mitarbeiter, 7 bis 18 Uhr, Montag bis Freitag: 11 Stunden mal 22 Arbeitstage sind 242 Stunden. Zu 24 Euro sind das 5.808 Euro netto. Ohne Nacht- und Wochenendanteil ist das der günstigste Fall.
Wohnanlage, Kontrollfahrten statt Dauerposten. Zwei Anfahrten pro Nacht mit Rundgang und Dokumentation kosten einen Bruchteil einer durchgehenden Bewachung, weil sich mehrere Objekte ein Fahrzeug teilen. Für Hausverwaltungen mit mehreren Objekten in einem Bezirk ist das fast immer die wirtschaftlichere Lösung.
Alle Beispiele sind Nettobeträge zzgl. 19 % Umsatzsteuer und beziehen sich auf einen Mitarbeiter. Braucht ein Objekt zwei Posten gleichzeitig, verdoppelt sich die Summe.
Was kostet Veranstaltungsschutz?
Bei Veranstaltungen rechnet sich der Preis selten über einen einzelnen Stundensatz. Entscheidend ist die Zahl der Kräfte, und die ergibt sich aus der Besucherzahl, der Fläche und der Art der Veranstaltung. PSB 24 rechnet in der Praxis mit zwei Mitarbeitern je 100 Besuchern – auch aus Eigenschutzgründen, weil bei einem Vorfall immer ein Zeuge dabei sein sollte.
Dazu kommen Faktoren, die es beim Objektschutz nicht gibt: Vorbereitungszeit für das Sicherheitskonzept, Abstimmung mit Ordnungsamt und Feuerwehr, Auf- und Abbauzeiten vor und nach der eigentlichen Veranstaltung, und häufig eine Brandsicherheitswache, wenn eine Bühne oder Pyrotechnik im Spiel ist. Ein Straßenfest mit sechs Kräften über acht Stunden ist damit eine andere Rechnung als ein Firmenjubiläum mit Einlasskontrolle und Garderobe.
Ein Hinweis zur Planung: Wer erst eine Woche vorher anfragt, zahlt mehr – nicht wegen eines Aufschlags, sondern weil kurzfristige Dienstpläne teurer sind. Vier bis sechs Wochen Vorlauf sind bei Veranstaltungen der Normalfall und der günstigste Weg.
Was kostet Personenschutz?
Personenschutz wird als Tagessatz je Personenschützer kalkuliert, nicht als Stundensatz. Der Grund liegt in der Vorbereitung: Bevor jemand geschützt wird, werden Wege, Termine, Fahrzeuge und Aufenthaltsorte geprüft. Diese Arbeit fällt an, bevor der erste Einsatztag beginnt.
Zwei Regeln bestimmen den Preis. Erstens: Werden zwei Personenschützer eingesetzt – der Normalfall bei durchgehendem Schutz über mehrere Stunden, weil eine Person nicht rund um die Uhr wachsam bleibt –, gilt der Satz zweimal. Zweitens: Bei mehrtägigen Einsätzen sinkt der Tagessatz, weil die Vorbereitung nur einmal anfällt. Eine Begleitung zu einem einzelnen Termin ist deshalb je Tag teurer als eine Woche Dauerschutz.
Die konkreten Sätze und ein Beispiel für eine mehrtägige Begleitung stehen auf unserer Seite zum Personenschutz in Berlin.
Welche Faktoren den Preis wirklich bestimmen
- Qualifikation: Unterrichtung nach § 34a ist das Minimum, die Sachkundeprüfung und die geprüfte Fachkraft kosten mehr – und können mehr
- Einsatzzeit: Nacht, Sonntag und Feiertag treiben bei den meisten Anbietern den Effektivpreis
- Einsatzdauer: ein Dauerauftrag ist je Stunde günstiger als drei einzelne Nächte, weil Dienstplanung und Einarbeitung sich verteilen
- Anzahl der Mitarbeiter: zwei Posten gleichzeitig heißt zweimal derselbe Satz, nicht ein Mengenrabatt
- Art der Leistung: Bewachen ist günstiger als kontrollieren, kontrollieren günstiger als eingreifen
- Anfahrt und Mindesteinsatz: die meisten Anbieter berechnen eine Mindestdauer je Einsatz; fragen Sie nach, wie lange sie ist
- Vorlaufzeit: kurzfristige Einsätze sind teurer, weil Dienstpläne umgestellt werden müssen
- Lage des Objekts: eine Adresse, die nur mit dem Auto erreichbar ist, kalkuliert sich anders als eine an S- oder U-Bahn
- Technik statt Personal: eine Kamera mit Alarmverfolgung kostet einen Bruchteil eines Dauerpostens und deckt viele Fälle ab
Personal, Technik oder beides? Die Entscheidung vor der Preisfrage
Die teuerste Lösung ist ein Mensch, der zwölf Stunden wach bleibt, damit in einer von hundert Nächten etwas passiert. Die günstigste Lösung ist Technik, die nichts sieht, weil niemand hinschaut. Dazwischen liegt die Kombination, die in den meisten Fällen die richtige ist: Alarmanlage und Videoüberwachung melden, Kontrollfahrten prüfen in unregelmäßigen Abständen, und im Alarmfall fährt jemand hin.
Für eine Baustelle im Rohbau heißt das oft: Kameraturm plus zwei Kontrollfahrten pro Nacht statt Dauerposten. Für ein Lager mit Werteinhalt: Alarmanlage, Zutrittskontrolle und ein Werkschutzposten zu den Zeiten, in denen Ware bewegt wird. Was im Einzelfall günstiger ist, lässt sich in einer halben Stunde vor Ort klären – wir rechnen beide Varianten durch, bevor Sie sich entscheiden.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
Ein Stundensatz unter 22 Euro ist das deutlichste Warnzeichen. Bei Tariflohn, Abgaben und Umlagen bleibt darunter nichts übrig, was eine Betriebshaftpflicht, eine Einsatzleitung oder eine ordentliche Dienstplanung tragen könnte. Wer trotzdem anbietet, spart an einer dieser Stellen – und im Schadensfall zahlt der Auftraggeber.
Drei weitere Signale: Es steht nicht im Angebot, welche Qualifikation die eingesetzten Mitarbeiter haben. Es gibt keine Angabe zur Betriebshaftpflicht und ihrer Deckungssumme – bei PSB 24 sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden mit 10 Millionen Euro gedeckt. Und die Zuschläge sind nicht beziffert, sondern stehen als Verweis auf den Tarif im Kleingedruckten – dann erfahren Sie die Endsumme erst mit der Rechnung.
Checkliste: Diese sieben Angaben gehören in jedes Angebot
- Stundensatz netto, getrennt nach Leistungsart
- Regelung für Nacht, Sonntag und Feiertag – beziffert, nicht als Verweis
- Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter nach § 34a Gewerbeordnung
- Betriebshaftpflicht mit Deckungssumme
- Mindesteinsatzdauer und Regelung zur Anfahrt
- Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist
- Ansprechpartner und Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten
Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach. Ein Anbieter, der diese Angaben nicht in zwei Minuten liefern kann, wird sie auch im Einsatz nicht liefern.
Angebote vergleichen: So rechnen Sie zwei Angebote wirklich gegeneinander
Zwei Angebote lassen sich nicht über den Stundensatz vergleichen, sondern nur über die Endsumme für einen konkreten Monat. Nehmen Sie den Dienstplan, den Sie tatsächlich brauchen, und rechnen Sie beide Angebote darauf: Stunden mal Satz, plus Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge, plus Anfahrten und Mindesteinsätze.
Erst dann zeigt sich, welches Angebot günstiger ist. Ein Anbieter mit 22,50 Euro Grundpreis und vollen Zuschlägen liegt bei einem Nachtdienst über sieben Tage schnell über einem Anbieter mit 23,50 Euro Einheitspreis. Wenn Sie mögen, rechnen wir Ihnen Ihr vorliegendes Angebot durch und stellen unsere Zahlen daneben – ohne dass Sie den Anbieter wechseln müssen.
Häufige Fragen zu den Kosten eines Sicherheitsdienstes
Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?
In Berlin und Brandenburg liegt der Stundensatz 2026 zwischen 23 und 28 Euro netto, je nach Leistung. Bei PSB 24 kostet Objektschutz 22,80 bis 24,50 Euro und Werkschutz 23,50 bis 26,00 Euro pro Stunde und Mitarbeiter, jeweils netto zzgl. 19 % Umsatzsteuer und ohne Zuschläge.
Die Spanne hängt an der Qualifikation, der Einsatzdauer und der Art der Aufgabe. Ein Rundgang auf einem umzäunten Gelände ist günstiger als ein Empfang mit Publikumsverkehr, und ein Auftrag über zwölf Monate günstiger als drei Nächte im Dezember.
Warum kostet ein Sicherheitsdienst 24 Euro, wenn der Mitarbeiter 15 Euro verdient?
Auf den Tariflohn kommen Sozialabgaben, Umlagen, Berufsgenossenschaft und die bezahlte Abwesenheit für Urlaub, Krankheit und Feiertage. Dazu Ausbildung nach § 34a, Dienstkleidung, Fahrzeuge, Einsatzleitung und Betriebshaftpflicht. Der Faktor vom Lohn zum Kundenpreis liegt in der Branche bei 1,5 bis 1,7.
Deshalb ist ein Angebot unter 22 Euro ein Rechenproblem, kein Schnäppchen. Entweder der Anbieter zahlt unter Tarif, was der Zoll verfolgt, oder er spart an Versicherung und Einsatzleitung – beides fällt auf den Auftraggeber zurück.
Wie hoch ist der Tariflohn im Bewachungsgewerbe in Berlin?
2026 liegt der Tariflohn in Berlin und Brandenburg zwischen rund 15,15 Euro im Objektschutz und 17,65 Euro für die geprüfte Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Der Revierwachdienst bekommt eine Zulage von 0,65 Euro. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 Euro und liegt damit unter jedem Tarifsatz.
Die Sätze verhandeln der BDSW und ver.di. Weil der Vertrag allgemeinverbindlich ist, gilt er für alle Unternehmen der Branche, unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verband. Die Laufzeit reicht bis Dezember 2027, die nächste Erhöhung kommt im Januar 2027.
Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Nacht?
Eine Nachtbewachung von 20 bis 6 Uhr umfasst 10 Stunden. Zu einem Satz von 23 Euro kostet sie 230 Euro netto pro Nacht und Mitarbeiter. Bei Anbietern mit Nachtzuschlag von 15 Prozent kommen für die Stunden zwischen 22 und 6 Uhr rund 28 Euro dazu.
Für kurze Zeiträume – eine Woche Leerstand, ein verlängertes Wochenende auf der Baustelle – lohnt der Blick auf mobile Technik: Ein Kameraturm mit Alarmverfolgung deckt viele dieser Fälle zu einem Bruchteil ab.
Was kostet Baustellenbewachung?
Eine durchgehende Nachtbewachung der Baustelle kostet bei zehn Stunden je Nacht rund 7.000 bis 7.500 Euro netto im Monat, das sind etwa 300 Leistungsstunden. Deutlich günstiger wird es mit Kontrollfahrten in unregelmäßigen Abständen plus mobiler Technik – Kameraturm, Funkalarmanlage am Container, Fernüberwachung.
Welche Variante passt, hängt am Bauabschnitt: Im Rohbau reicht meist Technik mit Kontrollfahrten, sobald Material und Maschinen auf der Fläche stehen, ändert sich die Rechnung. Die Technik dafür lässt sich für die Dauer der Bauphase mieten, statt sie zu kaufen.
Wie viele Sicherheitskräfte braucht meine Veranstaltung?
PSB 24 rechnet in der Praxis mit zwei Sicherheitskräften je 100 Besuchern. Zwei Kräfte sind auch aus Eigenschutzgründen der Maßstab: Bei einem Vorfall ist immer ein Zeuge dabei. Die tatsächliche Zahl hängt an Fläche, Anzahl der Ein- und Ausgänge, Alkoholausschank, Bühne und Auflagen des Ordnungsamts.
Bei größeren Veranstaltungen legt das Sicherheitskonzept die Zahl fest, nicht die Faustregel. Planen Sie vier bis sechs Wochen Vorlauf ein. Das ist nicht nur ruhiger, sondern günstiger: Kurzfristige Einsätze erfordern Umstellungen im Dienstplan, und die schlagen sich im Preis nieder.
Kann ich einen Sicherheitsdienst auch für einen einzelnen Tag buchen?
Ja. Einzeleinsätze für eine Veranstaltung, eine Inventur oder eine Übergabe sind üblich, haben aber einen höheren Stundensatz als ein Dauerauftrag und meist eine Mindesteinsatzdauer. Der Grund ist die Planung: Ein einzelner Termin bindet dieselbe Disposition wie ein Monatsauftrag.
Fragen Sie beim Angebot nach der Mindestdauer und danach, ob die Anfahrt berechnet wird. Beides gehört vor der Zusage geklärt, nicht auf die Rechnung.
Ist der günstigste Anbieter die schlechteste Wahl?
Nicht automatisch – aber der Preisunterschied muss erklärbar sein. Ein Anbieter kann günstiger sein, weil er in Ihrem Bezirk ohnehin Objekte betreut und die Fahrzeiten teilt. Er kann auch günstiger sein, weil er unter Tarif zahlt oder keine ausreichende Haftpflicht hat.
Der Unterschied lässt sich mit einer Frage klären: Welche Position im Angebot ist bei Ihnen niedriger als beim Wettbewerb, und warum? Wer darauf keine konkrete Antwort gibt, spart an einer Stelle, die Sie später betrifft.
Brauche ich als Auftraggeber eine eigene Versicherung?
Nein, der Sicherheitsdienst haftet im Rahmen seiner Betriebshaftpflicht für Schäden, die seine Mitarbeiter verursachen. Bei PSB 24 sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden mit 10 Millionen Euro gedeckt; das Abhandenkommen bewachter Sachen sowie Schlüssel- und Codekartenverlust sind zusätzlich mitversichert.
Wichtig ist der Blick in Ihre eigene Gebäude- oder Inhaltsversicherung: Manche Verträge verlangen bei bestimmten Warenwerten eine Bewachung oder eine Alarmanlage und senken im Gegenzug den Beitrag. Diese Ersparnis rechnet sich gegen die Bewachungskosten.
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